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Von Lofer in die ganze Welt


Vor 25 Jahren begannen Christine und Hubert Berger mit der Produktion von Diätpralinen – in der väterlichen Garage. Heute gehört die Schokoladen-Manufaktur Berger Feinste Confiserie mit 100 Mitarbeitern zu den wichtigsten Arbeitgebern der Region und exportiert ihre feinen Pralinen und Schokoladen in die ganze Welt.
Ein Artikel von Doris Thallinger

Lofer, die Wiege der süßen Verführung: Prägnant das moderne Firmengebäude, dahinter erheben sich majestätisch die Berggipfel. In dieser 2.000-Seelen-Gemeinde entstehen die weithin bekannten Pralinen – von der Idee über die Entwicklung bis hin zur Produktion und Garnierung in feinster Handarbeit. Und natürlich gibt es sie hier auch zu kaufen, am Schokoladenweg 1.

Die Kunst der Verführung
Ein Schlaraffenland für Schokoholics. Eine schier unvorstellbare Auswahl unterschiedlicher Schokoladen: feinste Pralinen, in dekorativen Geschenkboxen, in aus Schokolade gegossenen Schalen, ständig neue Kreationen und Kollektionen
. Süße Träume, soweit das Auge reicht. Dazu der Duft warmer Schokolade in der Luft – ein Geruch, der irgendwie an die Kindheit erinnert, an Wärme und Geborgenheit – und einem das Wasser im Mund zusammen laufen lässt!

Privat wie beruflich ein Dreamteam: Hubert und Christine Berger Fotos: Berger Confiserie

Privat wie beruflich ein Dreamteam: Hubert und Christine Berger
Fotos: Berger Confiserie

Blick hinter die Kulissen
Hinter dem Verkaufsbereich schließt unmittelbar der Produktionsbereich an. Hier wird eifrig gewerkt: Da wird Schokolade gekocht, werden Massen verrührt, Pralinen geformt und aufwändig verziert, Schokoladennikoläuse in allen Größen gegossen und „geschminkt“. Hier werden allerdings auch richtiggehende Kunstwerke geformt: Auf Kundenwunsch entstehen auch Sonderanfertigungen und werden, je nach Anlass, die unterschiedlichsten Werke geschaffen und modelliert, von Fahrzeugen über die Nachbildung diverser Sehenswürdigkeiten bis hin zu besonderen Gebäuden und Bauwerken.
Mit dem Beruf des Konditors hat dies nicht mehr viel zu tun; das Handwerk des Pralinen- und Konfektherstellers ist im Grunde ein Spezialbereich davon. „Das Berufsbild gab es schon vor über 60 Jahren in Österreich, jedoch wurden seitdem keine Lehrlinge ausgebildet. Vor rund zehn Jahren haben wir den Lehrberuf des Bonbon- und Konfektmachers wieder aufleben lassen. Österreichweit werden heute sechs bis sieben Lehrlinge im Jahr ausgebildet“, erzählt Hubert Berger, der Berger Feinste Confiserie vor 25 Jahren gemeinsam mit seiner Frau Christine gegründet hat.

Bio-zertifiziert, mit dem FAIRTRADE-Gütesiegel bedacht und oftmals ausgezeichnet.

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Die Meister der Verführung
Was macht einen guten, einen hervorragenden Pralinenmacher aus? Schokolade muss er lieben – das ist wohl der einfachere Teil des Anforderungsprofils. „Man muss auf jeden Fall die Liebe zum Rohstoff mitbringen und die Wertschätzung für besondere, hochwertige Lebensmittel. Ganz wichtig ist auch ein gutes Maß an Kreativität“, so Berger. „Und natürlich eine gewisse Fingerfertigkeit!“, ergänzt Christine Berger. „Die einen sprühen vor Ideen, andere sind dafür sehr gut im Modellieren und in der Umsetzung. Die richtige Mischung ist entscheidend.“
So wie bei ihr und ihrem Mann: „Obwohl er der Konditormeister ist, bin ich die Kreative von uns beiden. Mein Part ist es, die Kollektionen zu entwickeln, Verpackungen und Dekorationen zu gestalten. Da ist es oft mein Mann, der mich wieder auf den Boden der Realität zurück holt!“, lacht sie.

Von zarten Händen
Das Kreative – dafür sind bei Berger generell eher die Frauen zuständig. Bei mittlerweile hundert Mitarbeitern liegt die Frauenquote bei beachtlichen 93 %! „Frauen sind tatsächlich oftmals kreativer, haben mehr Liebe zum Dekorieren und Gestalten“, erklärt Hubert Berger, wie sein Unternehmen zum größten Frauen-Arbeitgeber der Region wurde, was nicht zuletzt an den fairen Arbeitsbedingungen und der familienfreundlichen Unternehmensphilosophie liegt.
Denn Mitarbeiter zu finden, das ist wohl generell eine der größten Herausforderungen: „Wir beziehen unsere Mitarbeiter immer in den gesamten Gestaltungsprozess mit ein und versuchen natürlich gerade Müttern mit kleineren Kindern mit entsprechender Flexibilität entgegenzukommen“, so Christine Berger. „Schließlich haben wir ja selbst drei Kinder und wissen, wie gefordert man als Eltern ist.“
Das Engagement um die Mitarbeiter scheint sich auszuzahlen: Viele sind schon jahrelang an der Seite des Unternehmer-Ehepaares und erinnern sich noch gut an die Zeiten des Beginns. Damals, vor 25 Jahren…

Pralinen aus der Garage
Genau 25 Jahre ist es her, dass die Bergers den Schritt in die Selbstständigkeit wagten. Hubert Berger verspürte nach seinen Wanderjahren als Konditormeister den Wunsch nach einem eigenen Unternehmen: „Ich habe meinen Vater gefragt, ob ich seine Garage nutzen dürfte. Eine Garage, in der zwei Autos Platz hatten – da haben wir zwei gestartet und zwar mit einer Diabetiker-Confiserie.“ Christine Berger, zu dieser Zeit gerade schwanger mit ihrem ersten Kind, ließ sich anfangs sehr genau schildern, was ihr Mann plante – und war sofort überzeugt: „Ich kann zwar keine Schokolade machen, aber ich kann das Ganze verpacken, den Produkten den letzten optischen Schliff geben – das war mein Gedanke und sollte mein Beitrag zum Unternehmen werden. Und so haben wir unsere Manufaktur gegründet“, erinnert sich Christine Berger.
Drei Jahre lang werkten die Jung-Unternehmer ohne Mitarbeiter für ihren Traum, nur mit Unterstützung der Familie, insbesondere der beiden Mütter. „Gerade im ersten Jahr war ich zusätzlich noch für 40 Wochenstunden in Deutschland angestellt. Jeden Nachmittag, wenn ich von der Arbeit nach Hause kam, habe ich dann die Garage aufgesperrt!“, denkt Hubert Berger an die Anfänge zurück. „Wir waren ja eine junge Familie – da ging es auch um die Sicherheit und die Existenz.“
So konnte der Betrieb Schritt für Schritt wachsen. Nach drei Jahren, 1997, wurde ein eigener Verkaufsraum an die Garage angebaut. In der Zwischenzeit war die Nachfrage nach einer größeren Produktpalette gestiegen, vor allem nach „normalen“ Pralinen

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. Die Schiene für Diabetiker wurde zusehend weniger.
„Wir sind Schritt für Schritt gewachsen. Alle zwei Jahre kam eine neue Filiale dazu. Und natürlich sind wir auch an den Herausforderungen gewachsen. Es war von Anfang an spannend und wir lernen ständig Neues dazu“, so Christine Berger.
Skeptiker, die im Pinzgau keinen Markt für ein Pralinengeschäft sahen, wurden bald eines Besseren belehrt und auch die Bezeichnung „Confiserie“, die anfangs für das eine oder andere Missverständnis gesorgt hatte, wurde in Lofer zum gängigen Begriff.

Pralinenplatten-SilvesterHandverlesen
Heute existieren sieben Berger-Filialen in ganz Österreich und auch in ausgewählten Fachgeschäften dürfen die edlen Pralinen und süßen Unikate angeboten werden. Insgesamt sind es lediglich 120 Wiederverkaufskunden österreichweit, die Berger Confiserie im Angebot haben. Welche das sind, wählen die Bergers sehr genau aus. „Wir schauen uns unsere Partner immer gut an. Berger Schokolade kann man nicht einfach bestellen – davor muss man sogar einen vierseitigen Fragebogen ausfüllen. Da sind viele potenzielle Wiederverkäufer erst einmal ganz perplex“, schmunzelt Christine Berger. „Wir verkaufen nur dahin, wo wir unsere Ware gern sehen; im Endeffekt profitieren unsere Wiederverkäufer davon: Es wird nicht gleich nebenan ein Geschäft geben, das ebenfalls unsere Schokoladen verkauft.“
Um die 20 Prozent der Produkte werden exportiert, nach Deutschland, Südtirol, Skandinavien, in die baltischen Länder, die Benelux-Staaten, aber auch nach Dubai, in die Emirate, nach Kanada und sogar bis nach Japan!
Die komplette Wertschöpfungskette liegt im Salzburger Land – einzelne Produktions- oder Verpackungsschritte in günstigere Länder auszulagern, kommt für die Familie Berger nicht in Frage.

Zukunftsträchtig
Dem Trend der Zeit, weniger Zucker zu konsumieren, gesünder und bewusster zu leben, können die Bergers sogar etwas abgewinnen: „Natürlich versucht man, Zucker zu reduzieren, wo es möglich ist. Aber man sollte ihn nicht ganz verteufeln. Langfristig ist es in jedem Fall das Ziel, den Zuckeranteil zu senken. Unsere Produkte haben ohnehin schon seit langer Zeit einen sehr hohen Kakaoanteil, sogar bei der Vollmilchschokolade“, gibt sich Hubert Berger trendbewusst. So haben zum Beispiel auch vegane Produkte mit Mandel- und Kokosmilch Einzug gefunden in das Sortiment von Berger Feinste Confiserie.
Hubert Berger sieht diese Trends als Vorteil: „Der Trend geht dahin, weniger zu naschen, aber dafür auf gute Qualität zu achten.“ Und seine Frau ergänzt: „Genießen gehört dazu, man muss sich doch auch einmal etwas Gutes gönnen!“


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