beitragsbild_pin_sbg4

Betreuung ohne schlechtes Gewissen

Ein Artikel von Susanne Radke

Das Leben in einer ländlichen Region bietet nicht nur Benachteiligungen, sondern auch viele positive Seiten. Dazu zählt u. a. die soziale Nähe und die selbstverständliche Bereitschaft, füreinander da zu sein. Dies zieht sich durch alle Altersgruppen. So wohnen etwa bei vielen Familien im Pinzgau noch drei Generationen unter einem Dach bzw. jüngere Familienmitglieder besuchen die Eltern und Großeltern jeden Tag, um nach dem Rechten zu sehen. Eine weit angelegte Studie im Pinzgau hat ergeben, dass – wenig überraschend – die Älteren so lange wie möglich in ihrem eigenen Zuhause wohnen bleiben möchten, aber die ständige Nähe und Anwesenheit von Angehörigen kann langfristig durchaus zur Belastung für beide Seiten werden. Auch am Land steigt die Anzahl der berufstätigen Frauen ständig und gerade pflegende Angehörige müssen und sollen sich Freiraum für sich selbst bzw. für Besorgungen, Arztbesuche, ihren Beruf oder die restliche Familie nehmen. Genau für diesen Bedarf wurden inzwischen Betreuungsmöglichkeiten im Pinzgau eingerichtet. Zum beiderseitigen Vorteil: Die älteren Menschen sind 2-3 x wöchentlich tagsüber im Tageszentrum und werden dort von fachkundigem Personal betreut und gefördert. Gleichzeitig haben sie Kontakt zu anderen Besuchern, mit denen sie sich aus-tauschen und die Zeit etwa beim Kartenspielen, Handarbeiten, Turnen, etc. in einem netten Rahmen sinnvoll verbringen können. Am Abend kommen sie aber wieder nach Hause, wo sie weiterhin wohnen und leben. Gerade neu eröffnet wurde der Seniorentreff Bramberg, es gibt das Demenzcafé in Schüttdorf und auch in Piesendorf, Leogang, Saalfelden und Zell am See findet man Plätze in Tageszentren. Die Kosten sind absolut leistbar und ein schlechtes Gewissen ist hier ganz gewiss fehl am Platz…

Alle Beiträge aus Gesundheit & Wellness


Facebook Icon