“Da geht was ab” – Sportliche Events 2016

ironman-70.3-world-championship-Zell-am-see-Kaprun-Tourismus-©-christian-mairitsch

“Da geht was ab” – Sportliche Events 2016

Schon mal einen Blick auf den Event-Kalender unserer heimischen Tourismusregionen geworfen? In der Sommersaison 2016 wird wieder geschwommen, geradelt, gelaufen und geschwitzt. Berge werden gegen die Uhr erklommen – während man sich anderswo gegen die Uhr von ihnen herunterstürzt.

irongirl-2015-13-von-102-Die Pinzgauer Berge inszenieren sich als Spiel- & Sportplatz tausender begeisterter Menschen. Musik und kulturelle Highlights ziehen eine Vielzahl nationaler und internationaler Besucher an. Tradition und Brauchtum werden inszeniert, um die Besucherschar aus nah und fern bei Laune zu halten: bald ist Sommer – die beste Zeit für touristische, sportliche & kulturelle Mega-Events. Ob wir sie lieben oder nicht, die Termine stehen seit Monaten fest. Der Pinzgau ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten Tourismusregionen des Landes. Ein beachtlicher Status wurde über die letzten Jahrzehnte erarbeitet. Dennoch läuft der Tourismus nicht mehr ganz so, wie noch vor vielen Jahren. Schnelle Entwicklung, Wandel und Veränderung sind an der Tagesordnung. Die Spielregeln ändern sich. Entwicklungen sind schwer absehbar und können nur mit viel Aufwand und einer gewissen Unsicherheit prognostiziert werden. Es schlägt die Stunde der Anpassung. Wie gehen die Touristiker im Pinzgau mit dieser Situation um?

Andere Spielregeln brauchen neue Strategien

Die Zeit steht nicht still in unseren Tourismusregionen. Hier arbeiten eine Menge Experten und Profis daran, dass wir unseren Status auch weiterhin behalten werden. Es wird investiert, geplant und gebaut. Angebote werden geschnürt, neue Urlaubsthemen entwickelt und man reagiert auf Urlaubstrends am nationalen und internationalen Reisemarkt. EVENTS sind hierbei ein heißes Eisen. Medial gut aufbereitete Veranstaltungen erreichen viele tausende interessierte Menschen, die dadurch auf unsere Region und die Möglichkeiten vor Ort aufmerksam werden. Die Publicity, die einer Tourismusregion vor, während und nach diverser Mega-Events zu Teil wird, ist beinahe unbezahlbar. Natürlich kommt sie auch nicht von alleine. Planung, Organisation, Durchführung und Nachbereitung eines Groß-Events sind ein hartes Stück Arbeit. Die Touristiker und Experten der Region werden davon ein Liedchen singen können. In den meisten Fällen gibt ihnen der Erfolg jedoch recht. Viele von uns freuen sich. Es ist was los in unserer Region. Andere wiederum sind nicht so begeistert. Ist eine Frage der Sichtweise. Mit im Gepäck sind oft auch mehr oder minder chaotische Zustände.

Logistik und Verkehrssituation werden auf eine harte Probe gestellt. Straßensperren, Umleitungen und diverse Einschränkungen im “daily life” sind nicht jedermanns Sache.

Ironman 70.3 | Glocknerkönig | Out of Bounds Festival uvm.

Tausende schwimmen, radeln und laufen gegen die Uhr am 28. August beim Ironman 70.3 in Zell am See. Beim Glocknerkönig am 5. Juni 2016 wollen alle Teilnehmer nur das eine – so schnell wie möglich mit dem Rad auf dem Fuscher Törl ankommen. Ebenfalls Radsport, aber in der anderen Richtung: “Vom Berg runter” steht beim Out of Bounds Festival vom 9. bis 12. Juni 2016 im Bikepark Leogang auf dem Programm. Namhafte, sportliche Großveranstaltungen mit internationalem Flair – warum finden diese eigentlich im Pinzgau statt? Was meinen Sie, ist es die penible Planung, qualitative Umsetzung und professionelle Nachbereitung? Ich bin mir sicher, es geht noch viel mehr darum, dass unsere Region auf perfekte Art und Weise den “Spirit” dieser Sportarten repräsentiert. Auch da bin ich mir sicher: Triathleten spüren den Ironman-Spirit in jeder Faser ihres Körpers bei ihrer Höllentour rund um den Zellersee. Jeder Rennradfahrer träumt davon, sich einmal im Jahr auf den Großglockner zu quälen. Und der Bikepark Leogang gilt als “the best place to ride” in der Europäischen Mountainbike-Szene. Es liegt also auf der Hand: unsere Region ist es, welche die Menschen in Scharen zu den großen Events hier herlockt. Aber was ist das restliche Jahr über?

ZellamSee-Kaprun_Tourismus_©_gert-steinthaler

Wir sind eine echte Sportregion – profitieren wir davon

Abgesehen von 2-3 Wochen rund um den Ironman 70.3 – wie viele Triathleten beobachten Sie die restliche Saison rund um den Zellersee? Abgesehen von den einheimischen Sportlern, ich sage zu wenige! Wenn sich die Region optimal für diesen Event eignet, warum versuchen wir dann nicht das ganze Jahr über vermehrt Triathleten in unsere Region zu holen? Triathlon ist lange nicht nur ein Event. Für aktive Sportler ist er Lebenseinstellung, Lifestyle-Thema und Urlaubsmotiv. Die meisten Triathleten denken in jeder freien Minute an Training, Ernährung, Diagnostik und an den nächsten Wettbewerb. Sie brauchen perfekte Bedingungen, um das alles unter einen Hut zu bringen. Tür und Tor stehen offen für gezielte touristische Angebote, bei denen Erholung, Entspannung, Training, Vorbereitung und Zeit mit der Familie kombiniert werden können. Das ganze in Anlehnung an einen bekannten Sport-Event und fertig ist eine schlagkräftige Tourismus- & Marketing-Strategie, die von der gesamten Region genutzt werden kann. Von der Gastronomie, der Sportartikelindustrie, dem Sportartikel-Verleih, diverser Sportschulen, der kleinen Pension, bis hin zum großen Fünf-Sterne-Hotel.

Fragen wie diese warten auf passende Antworten. Aktuell nachzulesen in den Medien: “Der heimische Tourismus steht vor neuen Herausforderungen.” Kann es denn sein, dass passende Antworten bereits auf der Hand liegen? Vielleicht brauchen wir uns diese nur selbst zu geben.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Frühling und uns allen eine tolle Sommersaison in einer der schönsten Sportregionen des Landes. Vielleicht sehen wir uns bei einem/r der tollen Events & Veranstaltungen 2016.

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