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Der Feind im eigenen Körper


Rheuma, Typ-1-Diabetes und Multiple Sklerose haben eines gemeinsam: Sie sind „Autoimmunerkrankungen“. Dabei greift das Immunsystem körpereigenes Gewebe an.

Sabine M. spürte zuerst nur ein leichtes Kribbeln in den Fingern und Schmerzen in den Fingergelenken. Am Beginn der Erkrankung standen nur ganz allgemeine Symptome, wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust oder leichtes Fieber, im Vordergrund. Später kamen noch Schmerzen in Hand-, Knie-, Schulter, Fuß- und Hüftgelenken dazu. Früh am Morgen waren diese Symptome meist am stärksten ausgeprägt. Bei ihren ersten Arztbesuchen wurde sie nicht ernst genommen und mit irgendeinem Rezept weggeschickt, als Hypochonderin abgetan. Bis plötzlich ein erster Schub auftrat, so brutal, dass für jedermann klar war: Sabine leidet an einer schweren Krankheit, an der „rheumatoiden Arthritis“, früher auch primäre chronische Polyarthritis genannt. Die Krankheit hat begonnen, Sabines Körper von innen zu zerstören. Bis zu 80.000 Erwachsene sind in Österreich davon betroffen, Frauen häufiger als Männer.

Schubhafter Verlauf

Autoimmunkrankheiten verlaufen meist in Schüben. Sie flammen schlagartig auf und flauen dann allmählich wieder ab. Doch niemand kann vorhersehen, wann der nächste Ausbruch kommt. Multiple Sklerose etwa geht in den meisten Fällen 10 bis 15 Jahre nach dem ersten Schub in eine dauerhafte, konstant fortschreitende Behinderung über. Bei 10 bis 20 Prozent der Betroffenen nimmt die Krankheit dagegen schon rasch einen ungünstigen Verlauf.

Bei Autoimmunerkrankungen unseres Körpers sind es keine Viren oder Bakterien, die krank machen, Krebszellen oder andere gutartige Wucherungen. Bei einer Autoimmunerkrankung greift der Körper sich selbst an! Das Immunsystem richtet sich gegen körpereigene Zellen, was schwere, teilweise sogar lebensbedrohliche Gesundheitsschäden zur Folge haben kann. Das ist mittlerweile nicht mehr eine seltene Laune der Natur, sondern eine echte Zivilisationskrankheit: Denn in den Industrieländern steigt die Zahl der Betroffenen dramatisch. Autoimmunerkrankungen gehören hier zu den häufigsten chronischen Krankheiten.

„Alleine in der Rheumatologie kennen wir 400 Erkrankungen, davon sind gut ein Drittel von autoimmuner Genese“, schildert Professor Hendrik Schulze-Koops, Rheumatologe an der Ludwig-Maximilans-Universität in München. 

Was löst Fehlalarm aus?

Dahinter steckt eine falsche Reaktion, wie es Immunologie-Experten erklären: „Der natürliche Schutzmechanismus muss erst lernen, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden, also zwischen körpereigenen und -fremden Eiweißmolekülen“. Normalerweise funktioniert diese Regulierung gut: Ärzte sprechen von „Selbsttoleranz“, wenn das Immunsystem dem eigenen Körper nicht schadet. Aber kein System ist perfekt. Für den Organismus bedeutet das: T-Lymphozyten erkennen irrtümlich einen Feind in körpereigenen Strukturen und „können nicht mehr zwischen körpereigenen und fremden Zellen und Gewebe unterscheiden – und das Gewebe entzündet sich chronisch“. Der Körper bekämpft sich selbst.

Ein bisschen kann man es mit einer Allergie vergleichen. Auch bei Autoimmunerkrankungen schießt das Immunsystem über das Ziel heraus. Doch, anstatt gegen Äpfel und Nüsse zu kämpfen, bekämpft es etwa bestimmte Zellen in der Bauchspeicheldrüse, wie bei Typ-1-Diabetes oder Nervenummantelungen (Myelinscheiden) bei Multipler Sklerose.

Ärzte unterteilen die Krankheiten in solche, die sich nur gegen ein bestimmtes Organ richten: Bei Typ-1-Diabetes zum Beispiel ist die Bauchspeicheldrüse Ziel der Attacke. Das Immunsystem zerstört die Insulin produzierenden Zellen. Bei der systemischen Autoimmunreaktion sind verschiedene Organe betroffen, wie etwa bei Rheuma. „Hier geht man davon aus, dass das Ziel der Attacke das Bindegewebe ist“, so Professor Hendrik Schulze-Koops. Deshalb erkranken hier häufig auch mehrere Gelenke im Körper.

Gen-Umwelt-Interaktion

Wieso bei einigen Menschen das Immunsystem den Körper angreift, ist immer noch unklar. Fest steht: Es gibt eine erbliche Veranlagung. Dabei sind es immer ganze Gruppen von Genen, die gesunde von kranken Genen unterscheiden; viele spielen gleich bei mehreren Autoimmunkrankheiten, etwa Morbus Crohn und Psoriasis, eine Rolle. Bei den meisten dieser Krankheiten sind genetische Faktoren von erheblicher Bedeutung. Liegt eine genetische Veranlagung vor, steigt das Risiko, an einer Autoimmunerkrankung zu leiden.

Doch die Gene sind nicht allein schuld: Sie müssen zusammen mit ungünstigen Einflüssen auftreten. Die Umwelt spielt eine große Rolle. Hat ein Mensch etwa starken Stress, erkrankt er an einem bestimmten Virus, oder ist eine Frau schwanger, kann das Immunsystem überreagieren.

Ärzte sind sich sicher, dass auch veränderte Hygienebedingungen und Bakterienstämme Auslöser für die steigende Zahl der Autoimmunreaktionen sein könnten. Die entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn gab es etwa in den 20er Jahren nur ganz selten. Heutzutage erkranken immer mehr Menschen daran.

Frauen häufiger erkrankt

Offenbar spielen weibliche Geschlechtshormone dabei eine wichtige Rolle: Oft bricht die Krankheit nach hormonellen Großereignissen aus, wie Geburt oder Menopause. Aber Östrogene können auch Linderung bringen: Vielen Rheumapatientinnen geht es in der Schwangerschaft deutlich besser. Das Abwehrsystem der werdenden Mutter verändert sich, um den „Fremdkörper“ Kind zu tolerieren, und vielleicht schwächt das die Selbstangriffe.

Eine Studie aus dem Fachmagazin „Science“ lässt vermuten, dass Frauen deshalb häufiger an Autoimmunerkrankungen leiden, weil sie andere Bakterien im Darm haben als Männer. Das Team um Jayne Danska vom Hospital for Sick Children in Toronto experimentierte mit Mäusen, die eine starke genetische Prädisposition auf einen Typ-1-Diabetes haben. Weibliche Tiere erkrankten sehr viel häufiger als männliche Tiere. Dieser Geschlechterunterschied bestand allerdings nicht, wenn die Tiere in keimfreien Käfigen aufwuchsen. Dann erkrankten männliche und weibliche Tiere gleich häufig. Ein ähnliches Ergebnis kam zustande, wenn die Forscher die Darmbakterien von männlichen Mäusen auf die weiblichen Nager übertrugen: Statt 85 Prozent erkrankte dann nur noch ein Viertel der weiblichen Mäuse am Typ-1-Diabetes.

Therapie

Da die Suche nach den Ursachen für Autoimmunerkrankungen schwierig ist, sind auch die Therapiemöglichkeiten noch eingeschränkt. Immunsuppression ist nach heutigem Stand der erfolgsversprechendste Weg: die Folgen einer Autoimmunerkrankung abzumildern und den Verlauf einer Autoimmunerkrankung zu stoppen. Kortison ist dabei eine der effektivsten Waffen. Doch Medikamente, die das Immunsystem unspezifisch unterdrücken, dämpfen das gesamte Abwehrsystem

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. Demenentsprechend heftig können die Nebenwirkungen ausfallen. So hofft man, die unerwünschten Zellen künftig gezielt eliminieren zu können. Antigenspezifisch wirkende Therapien sind das große Ziel der Wissenschaftler.

Das Abwehrsystem des Menschen hängt in großem Ausmaß von der Darmflora ab. Daher sind ebenso Darmkeime ins Zentrum der Forschung gerückt, auch in Bezug auf Autoimmunerkrankungen. Bereits die Entwicklung des Immunsystems eines Neugeborenen wird sehr von dessen Darmflora beeinflusst. Die Zusammensetzung der Darmbakterien ändert sich im Laufe des Lebens – je nach Ernährung, möglichen Entzündungen im Körper und erforderlichen Antibiotikabehandlungen.

Körperliche Fitness ist für die meisten Betroffenen von Vorteil. Gerade Patienten, die Kortison einnehmen müssen, aber auch Diabetiker, die unter Übergewicht leiden, profitieren von Sport. Rauchen erhöht das Risiko für eine Autoimmunerkrankung. Für Patienten ist der Griff zum Glimmstängel daher tabu, denn die Krankheit verläuft sonst schwerwiegender. Raucher benötigen auch mehr Therapien, was wiederum zu mehr Nebenwirkungen führt.

Risiko herausfiltern

Zwar machen Forscher riesige Fortschritte auf der Suche nach neuen Therapiemöglichkeiten, doch nicht überall sind durchschlagende Erfolge sichtbar: „Teilweise können wir heute viele Entzündungserkrankungen schon gut kontrollieren, das heißt, teilweise sogar ohne Notwendigkeit einer dauerhaften medikamentösen Therapie“, erklärt Professor Schulze-Koops.

Doch oft fällt die Diagnose erst, wenn die Zellen schon zerstört sind. Deshalb sollten Risikopatienten möglichst frühzeitig behandelt werden, bevor das Gewebe irreparabel geschädigt ist. Ein Problem, das auch viele Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis betrifft: Neurodermitis oder atopische Dermatitis trat bei deren Entdeckung im 19. Jahrhundert noch vereinzelt auf, heute sind hierzulande wie auch in allen anderen westlichen Industriestaaten bis zu 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen betroffen. Man vermutet, dass die heute im Vergleich zu früher intensiven Hygienemaßnahmen die Entstehung der Krankheit begünstigen. „Nach der sogenannten Hygiene-Hypothese wird das Immunsystem durch häufiges Waschen weniger oft mit krankmachenden Erregern konfrontiert, hat zu wenig Übung und überreagiert daher bereits, wenn es mit harmlosen Substanzen, wie Blütenpollen, Hausstaubmilben, Tierhaaren oder bestimmten Nahrungsmitteln, in Kontakt kommt“, so Professor Johann Bauer, Leiter der Universitätsklinik für Dermatologie am Landeskrankenhaus Salzburg.

Bei Neurodermitis spielen auch die Gene eine Rolle. Bauer: „Wenn beide Eltern Neurodermitiker sind, hat ein Kind ein 70-prozentiges Risiko, ebenfalls an Neurodermitis zu erkranken. Frühzeitig erkannt, kann Neurodermitis oft schon mit simplen Maßnahmen gelindert werden, und die Patienten haben gute Chancen, über einen längeren Zeitraum nahezu beschwerdefrei zu bleiben. Außerdem erkranken die Betroffenen in der Folge häufig an Heuschnupfen und Asthma. Hier ist in naher Zukunft eine rechtzeitige genetische Diagnose und damit Therapie möglich“. 

Oft langjähriger Leidensweg

Bernhard R. leidet seit vielen Jahren an Psoriasis oder Schuppenflechte. Mit 16 Jahren hatte er die ersten schuppenden Stellen am Körper. Wegen der chronisch schuppenden und entzündeten Stellen auf seiner Haut sollte er seine Arme dick eincremen, darüber Folie wickeln und dann Kleidung drüberziehen. Auf den ersten Blick konnte der heute 50-Jährige seine chronische Hautkrankheit Psoriasis so verbergen. Wegen des gestörten Immunsystems produziert der Körper bei Schuppenflechte ständig neue Hautzellen. Es entstehen mehr oder weniger dichte schuppige, oft juckende Stellen – häufig am Ellbogen, auf dem Knie, im Gesicht oder am Kopf. Auch Hände, Füße oder Nägel können betroffen sein. Löst man die Schuppen, ist die Haut darunter rot und entzündet. Wie andere Autoimmunerkrankungen ist Psoriasis nicht heilbar, sie begleitet die Betroffenen in Schüben und unterschiedlichem Ausmaß ein Leben lang.

Hoffnung neue Medikamente

Heute muss niemand mehr mit Folie unterm Hemd zur Arbeit. Dank neuer Medikamente lässt sich die Lebensqualität selbst in schweren Fällen häufig drastisch verbessern. Unbehandelt führt stark sichtbare Schuppenflechte zu sozialem Rückzug. Wegen der chronischen Entzündung des Körpers drohen auch Folgeerkrankungen. In den letzten Jahren haben sich die Behandlungsmöglichkeiten sehr verbessert. Neben Salben und UV-Therapie stehen Medikamente zur Verfügung, die das Immunsystem direkt beeinflussen. Durch eine „Systemtherapie“ lässt sich die Lebensqualität auch bei schweren Fällen häufig verbessern. „Hier hat sich in den letzten fünf Jahren für die Behandlung der Patienten extrem viel verändert und verbessert“, so Professor Johann Bauer. 

Bernhard bekommt nun etwa alle zwölf Wochen ein spezielles entzündungshemmendes Medikament („Biological“) gespritzt, das sein Immunsystem unterdrückt, er leidet unter keinen Nebenwirkungen und ist derzeit nahezu beschwerdefrei.

Gentherapie für „Schmetterlingskinder“

Die Universitätsklinik für Dermatologie in Salzburg ist führend in der Forschung zur medizinischen Versorgung von Menschen, die an Epidermolysis bullosa (EB) leiden. Hier wurde der Grundstein für eine heilende Gentherapie für „Schmetterlingskinder“ entwickelt. Die vererbte Hautkrankheit, unter welcher die Schmetterlingskinder leiden, gilt bis heute als unheilbar. Dem Forschungsteam rund um Professor Johann Bauer aus dem EB-Haus Austria in Salzburg ist es weltweit erstmalig gelungen, die Hautzellen von EB-Betroffenen im Reagenzglas und am Versuchstier mittels der Genschere zu „heilen“. Johann Bauer erklärt: „Wir haben nun im Labor des EB-Hauses diese Methode für die dystrophe Form der EB soweit entwickelt, dass Hautzellen von EB-Patienten am lebenden Versuchstier damit vollständig repariert werden können.“ In Salzburg entwickelt und künftig am Markt durch die europäische Arzneibehörde zugelassen, ist übrigens eine Heilsalbe aus der Rhabarberwurzel, die Entzündungsprozesse völlig natürlich heilt.

Dauerhafte Schäden verhindern

Auch für Sabine M. hieß es nach der Diagnose ihrer Erkrankung umdenken: „Da die rheumatoide Arthritis doch recht früh erkannt wurde, haben sich zumindest dauerhafte Schäden vermeiden lassen“, schildert die Patientin.

Das Risiko für bleibende Gelenksschäden halbiert sich nämlich, wenn eine rheumatoide Arthritis innerhalb von sechs Monaten nach ihrem Ausbruch behandelt wird. Die Chance, die Erkrankung aufzuhalten und beschwerdefrei zu werden, erhöht sich für die Patienten um das Dreifache. Beschwerden wie Entzündungen und Schmerzen sind dann über lange Zeit gut kontrollierbar. „Wichtig war natürlich auch mein persönliches Engagement“, so Sabine. Selbstdisziplin ist ganz wichtig, um regelmäßige Untersuchungen und Behandlungen wahrzunehmen sowie krankengymnastische Übungen auch zu Hause durchzuführen. Auch wenn die rheumatoide Arthritis Gelenksschmerzen bewirkt: „ Ich kann nur betonen, dass man sich nicht mit Bewegungsmangel schonen soll“, betont Sabine. „Ich hab mit meinen behandelnden Ärzten und Therapeuten ein sanftes Bewegungsprogramm erstellt. Damit kann ich meine Gelenke beweglich halten und bestenfalls den Rheuma-Verlauf positiv beeinflussen“.

Gesundes Mittelmaß

Viele Patienten haben Angst, sich mit Krankheitserregern anzustecken und dadurch einen Schub zu erleiden. Sie sind unsicher, welche Rolle die Hygiene in ihrem Alltag spielen sollte. Eindeutige Empfehlungen zur Hygiene sind generell schwierig: Was für den einen kein Problem darstellt, kann einen anderen krank machen und zur Verwechslung zwischen Erreger und körpereigenen Strukturen, somit zur Autoimmunerkrankung führen. Es kommt bei der Hygiene daher auf ein gesundes Mittelmaß an. Kranke wie Gesunde sollten ihr Immunsystem trainieren: Ein bisschen Dreck schadet nicht, denn harmlose Keime, die als unsere „Flora“ die Körperoberflächen bedecken, dienen als „Platzhalter“, so dass gefährliche Erreger nicht andocken können. Auch Impfungen stehen immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik. Doch für Patienten mit Autoimmunerkrankungen ist ein guter Impfschutz wichtig – da sind sich die Immunologen einig.

Maria Riedler


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