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Die böse Kuh…

Ein Artikel von Susanne Radke

In der letzten Zeit ist die arme Kuh immer mehr in Verruf gekommen. Einerseits als „Killerkuh“, die unschuldige Touristen auf die Hörner nimmt, und andererseits als Klimasünder mit einem Verdauungssystem, das mehr „Abgase“ produziert als so manches Automobil. Deswegen widmet sich der 4. Klimagipfel Tourismus diesmal dem Thema Almwirtschaft. Dabei zeigt der Vortrag von Dr. Anita Idel „Die Kuh ist kein Klimakiller“, dass man dieses Thema differenzierter betrachten muss und dass sich die heimischen Almkühe in keinster Weise mit brasilianischer Massentierhaltung/Fütterung/Düngung vergleichen lässt. Viele Institutionen des Pinzgaus versuchen derzeit, unterschiedliche Wirtschaftsbereiche im Sinne der Nachhaltigkeit zusammenführen und neue Perspektiven zu eröffnen. Zielgruppen sind in erster Linie die heimische Tourismuswirtschaft  sowie natürlich die Landwirte (und in Folge auch Handwerksbetriebe!) als Zulieferer für entsprechende regionale Produkte. Ganz wichtige Protagonisten sind in diesem Zusammenhang auch die Jugendlichen, die nicht nur an den Fridays For Future, sondern an allen Tagen das Thema Klimawandel im Blick und Ideen zu einer positiven Veränderung im Gepäck haben (sollten). Im  gerade begonnenen Schuljahr läuft das umfangreiche Projekt „Ökologischer Fußabdruck regionaler Produkte“ mit der LFS Bruck, der Tourismusschule Bramberg und der MS Mittersill, bei dem sich Schülerinnen und Schüler in ganz konkreten Projekten mit den Almprodukten, einem regionalen Menü im Vergleich mit internationalem Billigessen oder den Themen Hochbeet und Trinkwasser auseinandersetzen. Nur wenn wir all jene Kräfte stärken, für die das Thema Nachhaltigkeit ein echtes Anliegen ist, kann der Klimawandel endlich auch im Konsumverhalten ankommen.

Auf dem Foto sehen Sie die Tourismusschule Bramberg vor dem symbolischen ökologischen Fußabdruck.

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