Heutal

Harter Wettbewerb um Skigäste


Die Entwicklung hin zu immer ausgedehnteren Skigebieten zwingt kleine Anbieter, sich zu spezialisieren und Nischen abseits des Massentourismus zu schaffen, um überleben zu können.

In naher Zukunft soll im Pinzgau eines der größten Skigebiete Europas entstehen
. Wenn sich Saalbach Hinterglemm Leogang zunächst mit Fieberbrunn und später mit der Schmittenhöhe zusammenschließt, stehen den Wintersportlern mehr als 90 Lifte und 300 Pistenkilometer zur Verfügung.

Der Trend geht zu immer größeren Skigebieten. Auf der Strecke bleiben könnten längerfristig mangels Konkurrenzfähigkeit die kleinen Anlagen. Von einem Aussterben – sofern sie sich nicht spezialisieren – sprach gar der Geschäftsführer der Tirol Werbung, Josef Margreiter, in einem Interview mit der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“.

Zu diesen kleinen Skigebieten im Bezirk gehören etwa die drei Schlepplifte mit ihren elf Pistenkilometern im Unkener Heutal. In den vergangenen Jahren wurde auch hier mit einer Erweiterung gen Tirol und Bayern geliebäugelt. Diese sei nach dem Widerstand vor allem von bayrischer Seite zwar vorerst vom Tisch, mittelfristig bleibe sie aber ein Ziel, sagt Peter Vitzthum, der die Geschäfte im Heutal leitet
. Den Wettbewerb um Skigäste muss Vitzthum nun weiter mit einem sehr kleinen Skigebiet bestreiten. „Wir punkten mit dem Naturidyll, mit der Schneesicherheit und damit, dass wir nicht überlaufen sind“, sagt er. Der Preis werde ebenfalls immer mehr zu einem Argument. „Wir konzentrieren uns mittlerweile auf Familien. Das machen aber auch mittlere und große Skigebiete. Wir haben damit also kein Alleinstellungsmerkmal. Zudem müssen wir die Preise flexibler gestalten, zum Beispiel mit Stunden- oder Punktekarten.“ Dass es für die Kleinen der Branche immer schwieriger wird, sich zu behaupten, sieht der Unkener ähnlich. „Ich denke aber, dass es die Mitte noch mehr trifft. Wenn man sich positioniert als klein und fein mit angemessenen Preisen, hat man sicherlich gute Überlebenschancen.“ Zudem gebe es aus einem Fonds des Landes und der Salzburger Seilwirtschaft auch Unterstützung für Kleinskiliftbetreiber, sagt Mario Jooss, Tourismusforscher an der FH Salzburg

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. „Die Kooperation bzw. der Zusammenschluss von Skigebieten ist wichtig für die Positionierung von Regionen“, meint Jooss. Dennoch wird es schwierig werden, alljährlich jene Wachstumsraten zu erzielen, die notwendig sind, um solche Vorhaben letztlich zu refinanzieren: Eine Studie eines renommierten Schweizer Beratungsunternehmens geht zwar in Österreich noch von Zugewinnen aus. Insgesamt sei jedoch der weltweite Markt gesättigt und zeige sogar einen Abwärtstrend, heißt es in dem Papier. Ähnlich sieht es der Experte. „Ein Trend geht in Richtung ,Skifahren plus‘. Das Skifahren wird mit Zusatzangeboten wie dem Besuch von Thermen oder Weihnachtsmärkten gestärkt.“


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