Kinder, wie die Zeit vergeht…

Redaktionskolumne

Kinder, wie die Zeit vergeht…

Dass der Jahreswechsel naht, merkt man (unter anderem) daran, dass plötzlich jeder darüber anfängt zu sinnieren, wie schnell dieses Jahr doch wieder vergangen ist. Und ich muss zugeben, auch mir verrinnt die Zeit immer viel zu schnell. Bin ich Montagmorgen doch gerade erst aus dem Bett gekrochen, steht gefühlt einen Moment später schon wieder das Wochenende bevor. Und wie schnell die Wochenenden vorüberziehen, darüber kann ich ein Lied singen!

Dass es einem mittlerweile selbst mit einem Jahr so geht, habe ich mir sagen lassen, liegt am zunehmenden Alter. Na, meinetwegen. Und dennoch: Ich finde es wunderbar, dass die Zeit verfliegt. Überlegen Sie doch einmal: Wann vergeht die Zeit besonders schnell? Wenn sie erfüllt ist, wenn wir Spaß haben, wenn es uns gut geht. Je schöner die Zeit, desto schneller vergeht sie. Dürfen wir dann nicht alle miteinander dankbar sein, uns richtig gehend glücklich schätzen, anstatt zu jammern, dass die Zeit zu rasch vergeht? Das ist ja wohl der beste Beweis dafür, wie toll unser Leben offensichtlich verläuft. So zumindest meine Theorie.

Die Wissenschaft hat mithilfe einiger Studien andere Gründe dafür aufgetan, warum die Zeit immer schneller dahin rast. Diese besagen, dass besonders Stunden, Tage, Wochen…., in denen man sehr wenig erlebt hat, schnell vergehen. Hat man dann auch das Gefühl, ein eintöniger Arbeitstag würde endlos dauern, im Nachhinein wundert man sich doch wieder, wo die Zeit hingekommen ist. Das würde insofern ein Stück weit erklären, warum die Zeit schneller vergeht, je älter man wird: In Kindesjahren erlebt man so viele Dinge zum ersten Mal, so viele Eindrücke müssen verarbeitet werden…je mehr Neues und je intensiver man etwas erlebt, umso tiefer verankert sich dies im Gedächtnis, umso länger erscheint dieser Zeitraum in der Erinnerung.

Zwar gefällt mir meine Theorie viel besser, aber – umgekehrt betrachtet – bietet dies eine Spitzengelegenheit, der Schnelllebigkeit Einhalt zu gebieten, um nicht zu sagen, die Zeit anzuhalten: Seien wir wieder mal Kinder, stellen wir uns ganz neuen Herausforderungen, lernen wir Neues und schaffen wir Eindrücke, die uns bewegen. Einfach mal raus aus der Komfortzone! Einen Versuch ist es wert: Das Ergebnis kann nur ein gutes sein!

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