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Kardinal König Kunstpreis verliehen

In einem feierlichen Festakt überreichte Erzbischof Franz Lackner in St. Virgil Salzburg den Kardinal König Kunstpreis 2019 an die gebürtige Steirerin Angelika Loderer.
Ein Artikel von Natalie Zettl

Die Wahl-Wienerin Angelika Loderer, geb. 1984 in Feldbach/Steiermark, arbeitet vor allem im Bereich von Skulptur und Rauminstallation. Ihre Werke waren unter anderem in der Secession Wien, im Grazer Kunstverein und in namhaften Gruppenausstellungen vertreten.

Die Verleihung

In seinen Begrüßungsworten sagte Michael Max, Rektor von St. Virgil: „Die Kunst ist die Mahnerin, in der Genossenschaft zwischen Zeit und Mensch, nicht zu schnell eng zu werden, nicht zu schnell den Blickwinkel zu verkleinern und somit in Extremismen zu landen.“ In diesem Sinn sei Kunst stets auch eine wichtige Herausforderung und gute Dialogpartnerin für Religion und Glaube. Auch der bekannte Galerist Thaddaeus Ropac und Harald Krejci, Chefkurator des Belvedere Wien, sowie zahlreiche Kunstliebhaber waren anwesend, um Angelika Loderer zu gratulieren.

Foto: Kardinal König Kunstpreis

Erzbischof Franz Lackner mit Preisträgerin Angelika Loderer. Foto: Kardinal König Kunstpreis

Das preisgekrönte Werk

Die prämierte Arbeit „Poems to Gadgets (Icicles)“ von Angelika Loderer ist ein Ensemble von Messingskulpturen, die abgegossene Eisblöcke auf zarten, verbogenen Stahlstangen zeigen. Das Spannungsverhältnis zwischen dem Sichtbaren und Unsichtbaren, dem Fragilen und dem Stabilen durchzieht ihr Werk ebenso wie die prekäre Balance zwischen dem präzise Planbaren und dem Unvorhersehbaren und Zufälligen. „Als ich das erste Mal die Skulpturen von Angelika Loderer gesehen habe, hat mich die Verbindung von Fragilität und Stabilität beeindruckt“, sagte Erzbischof Franz Lackner bei der Verleihung. „Als gläubig denkender Mensch fiel mir sofort das Wort ‚Getragen-Sein‘ ein“, so der Salzburger Erzbischof. In seiner Laudatio hob Harald Krejci die besondere Begabung Angelika Loderers hervor: „Sie ist eine außergewöhnliche Künstlerin, die eine unglaublich stringente Auseinandersetzung pflegt und wie eine Forscherin vorgeht. Angelika Loderer hat Empathie in die Kunst und Bildhauerei gebracht.“

Österreichische Kunstszene

Wie vielfältig Kunst sein kann, sah man in Videoporträts, die die Filmemacherin Carolina Revertera von den 20 nominierten Künstlern gedreht hat. Die für den Preis eingereichten Werke und auch der Film, für den Revertera die Kunstschaffenden in ihren Ateliers besucht hat, sind bis 29. Jänner 2020 im Rahmen einer Ausstellung im Kunstraum St. Virgil zu sehen. Des Weiteren wurde ein Katalog zur diesjährigen Ausstellung publiziert. Antonia Gobiet, Kuratorin und Geschäftsführerin des Kardinal König Kunstpreises, betont die hohe Qualität der Arbeiten: „In der Ausstellung sind die aktuell wichtigsten jungen Positionen der österreichischen Kunstszene vertreten.“

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