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„Meine Mannschaft weiß, dass das nur ich durchhalte“


Nach dem Ausschluss aus der FPÖ versucht der frühere langjährige Landesobmann Karl Schnell (61) mit einer neuen Liste, der Fareiheitlichen Partei Salzburgs (FPS), einen politischen Neuanfang.

Herr Schnell, wie sehr nagen die Ereignisse der letzten Wochen an Ihnen persönlich?

Schnell: Ja, man darf ehrlich gesagt nicht zu sehr nachdenken, denn sonst geht’s schon sehr tief. Wenn man, so wie ich, 30 Jahre in der Partei alles gegeben hat und dann so etwas erlebt, da fehlen einem die Worte. Ich mag eigentlich gar nicht mehr drüber nachdenken, weil das nichts bringt, da müsste man eigentlich sofort alles hinschmeißen und sagen: danke, das war‘s.

Was soll nach den jüngsten Wahlerfolgen der FPÖ die Motivation hinter den Ausschlüssen gewesen sein?

Schnell: Das frage ich mich heute noch. An einem Abend hat Strache mehr Mandate zerstört, als er bei der Burgenland- und Steiermark-Wahl gewonnen hat. Es stehen zwei weitere Landtagswahlen an. In Salzburg waren wir in Umfragen auf einem guten Weg. Ich glaube, dass er sich damit nichts Gutes tut.

Sie sind Arzt und Hotelier. Warum tun Sie sich die Politik denn noch an?

Schnell: Das fragt mich ein Jeder. Ich wollte ja aufhören. Meine Familie hat sich darüber gefreut, und ich habe mich, ehrlich gesagt, auch gefreut. Ich habe wirklich genug getan. Es war erstens dieser Abend, wo ich erkannt habe: Um Gottes Willen, wenn die Freiheitliche Partei in diese Richtung geht, kann das nicht in Ordnung sein. Und zweitens geht es mir eben um die Mannschaft in Salzburg. Die sind alle nicht so hartnäckig wie ich. Sie wissen, dass das nur einer durchhält wie ich. Deswegen haben sie mich gebeten, das mit ihnen durchzukämpfen.

Ist in Salzburg Raum für zwei Freiheitliche Parteien?

Schnell: Nein, es wird auch nur eine bestehen

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. Ich sage Ihnen ganz ehrlich, da bin ich überzeugt davon, dass nur unsere bestehen wird. Wir haben alle Mandate, wir haben die Möglichkeit, politisch wirklich zu arbeiten. Ich weiß, dass die Leute, die bei uns stehen, sehr fleißig sind. Bei den anderen, die in der FPÖ verblieben sind, habe ich noch keinen mit Fleiß gesehen, keinen. Da ist mir niemand durch besondere Tätigkeiten oder besonderes politisches Geschick aufgefallen. Die werden um Mandate und Funktionen zu streiten beginnen
. Das wird’s bei uns nicht geben.

Wie wollen Sie sich inhaltlich von der FPÖ abgrenzen? Und warum sollen die Wähler in der FPS die „richtige“ Freiheitliche Partei sehen?

Schnell: Ich glaube, dass das automatisch passiert
. Wir werden unsere Inhalte ganz normal weiter verfolgen. Die Bundespartei wird sich relativ schnell entlarven. Der Kickl hat ja über die Medien verlautbaren lassen, dass alle, die sich nicht zu Strache bekennen, aus der Partei entfernt werden. Wo kommen wir da hin? Dann soll sich die Partei Strache-Partei nennen. Das will ich nicht.


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