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Ein Film für das Menschenrecht auf Wohnen

„PUSH – Für das Grundrecht auf Wohnen“: Das Kino zeigt am 30. Jänner den Film des schwedischen Regisseurs Fredrik Gertten.
Ein Artikel von Natalie Zettl

Das Thema Wohnen ist gerade in den Städten ein brisantes Thema: Die Quadratmeterpreise steigen zunehmend. Die Folge: Viele Menschen können sich kein Eigentum mehr leisten – und auch die Mieten machen einen immer größeren Teil des monatlichen Einkommens aus.

Problematik Wohnen

Von Athen bis Zürich – überall auf der Welt schießen in den Städten die Wohnungspreise in die Höhe. Salzburg ist da keine Ausnahme: Baugründe sind in der Stadt nicht mehr unter 1.000 Euro pro Quadratmeter zu haben. Bei neugebauten Eigentumswohnungen kostet der Quadratmeter durchschnittlich bereits 6.441 Euro – für eine halbe Million Euro bekommt man also gerade einmal 77,6 Quadratmeter Wohnfläche. Die Einkommen der Bewohner können nicht mithalten: Langzeitmieter werden für die Errichtung teurer Immobilienprojekte aus ihren Wohnungen gedrängt. Dabei trifft es längst nicht mehr nur die Armen – auch die Mittelschicht verdient nicht gut genug, um sich den benötigten Wohnraum in den Städten zu finanzieren.

Foto: Janice d'Avila

Foto: Janice d’Avila

Der Film

PUSH folgt Leilani Farha, UN-Sonderberichterstatterin für das Menschenrecht auf Wohnen, um den Globus. Farha bereiste Städte wie Berlin, Barcelona, Mailand, Valparaíso (Chile), Sao Paulo, Stockholm, London und New York, um herauszufinden, wer aus den Städten „gepusht“ wird und warum. Farha macht klar, dass es sich bei Wohnen um ein Menschenrecht handelt, das in der Allgemeinen Menschenrechtsdeklaration der Vereinten Nationen (Artikel 25) sowie in zahlreichen internationalen Abkommen verankert ist. Auch wer für die Wahrung dieses Menschenrechts verantwortlich ist, bleibt in dem Film kein Geheimnis: die nationalen Regierungen. Der Film zeigt jedoch auf, dass die Politik den Investmentgesellschaften scheinbar machtlos gegenüber steht. So bemüht sich Farha in PUSH um einen Termin mit Entscheidungsträgern von Blackstone, der größten Immobilieninvestmentfirma der Welt – letztendlich erfolglos.  Für den vielfach ausgezeichneten Regisseur des Films, Fredrik Gertten, trägt die Schuld an der Misere das Geflecht aus Immobilien, Baufirmen und Politikern, das „so korrumpiert wie kein anderes auf der Welt“ sei. Gänzlich hoffnungslos ist der Kampf gegen dieses System aber nicht: Im letzten Viertel des Films gelingt es Leilani Farha, engagierte Bürgermeister von Städten rund um den Erdball zur Zusammenarbeit gegen die steigenden Immobilienpreise zu vereinen.

Wann und wo?

30. Jänner 2020, 18:00 Uhr

Das Kino, Salzburg – www.daskino.at/

Im Anschluss an den Film findet eine Expertendiskussion statt!

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