Start in die Radsaison 2016

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Start in die Radsaison 2016


Mountainbike, Rennrad, Genussrad – oder alles?


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ie Tage werden länger. Die Temperaturen steigen, der Schnee verzieht sich ins Hochgebirge. Wenn die Straßen trocknen und endlich vom Riesel der Wintersaison befreit werden, schlägt die Stunde der Radsportler. Rein in die Trikots, Schuhe an, Helm auf und los geht’s!

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Das Rad ist längst serviciert oder der Osterhase hat ein neues gebracht. Ich gehe es langsam an. Die Saison ist noch jung und die Kondition hat in der kalten Jahreszeit gelitten. Die Motivation ist groß. Ab auf die Radwege, Mountainbike-Strecken und Straßen des Pinzgaus. Eine herrliche Radsportregion feiert Saisonstart. ​Sind Sie Radsportler? ​Lieben Sie es, über anspruchsvolle Mountainbike-Trails zu brettern? ​Oder machen Sie die wenig befahrenen Straßen des Pinzgaus mit dem Rennrad unsicher? Auch wenn Sie es lieber gemütlich angehen und zu der Gruppe der Genussradler gehören, sollten Sie jetzt weiterlesen. Hier finden Sie einen Überblick über Trends, Entwicklungen, die besten Spots und “Must-haves” der Radsaison 2016.

Alles Elektro oder was?

Ich spreche hier definitiv von einem Trend. Was vor einigen Jahren als innovatives Mobilitätskonzept für den innerstädtischen Bereich begonnen hat, erreicht nun die gesamte Radsportszene: das ​E-Bike​. Mühevoll kämpfe ich mich den Berg hoch. Ich gebe alles und freue mich auf die bevorstehende Abfahrt. Plötzlich ein Geräusch. Irgendwie fremd und immer lauter werdend. Noch bevor ich erkenne, worum es sich handelt, zischt er schon an mir vorbei – ein E-Biker

. Hin- und hergerissen zwischen Bewunderung und Verachtung fällt mir eines auf: so leichtfüßig “fliege” ich nicht nach oben.

In der Mountainbikeszene hält der E-Motor in fast jeder Kategorie Einzug. Genuss-Mountainbiker cruisen mit E-Motor-Unterstützung zu den Almen der Region. Entspannt sitzen sie danach bei Brettljause und Bier. Kräftezehrende Ganztagestouren werden mit E-Motor zu spritzigen Ausflügen in die Berge. Sogar die steilsten Anstiege verlieren ihren Schrecken. “Trailsurfen” in den berühmten Bike-Parks der Region erfährt eine neue Dynamik. Doch Vorsicht bei der Tourenplanung. E-Bikes sind schwer: Schiebestrecken werden zur Lebensaufgabe, Viehzäune zu echten Herausforderungen und Tragepassagen zum Horrortrip.www.saalbach.com_©_Daniel-Roos

Die positiven Effekte des E-Bikens liegen auf der Hand. Reifere Radsport-Semester, die das Mountainbike eigentlich schon an den Nagel gehängt haben, steigen wieder aufs Rad und erfreuen sich an gesunder Bewegung in der freien Natur. ZEIT scheint auch ein wesentlicher Faktor zu sein. Schon öfter musste ich aus Zeitmangel auf meine geliebte Feierabendrunde

verzichten. Ein E-Bike reduziert die Zeit für Training und Sport. Der Fun-Faktor steigt, man ist einfach schneller unterwegs. Ausgedehnte Touren und lange Tage am Rad lassen sich besser planen und in die Tat umsetzen. Vorausgesetzt, der Akku ist voll geladen und lässt mich unterwegs nicht im Stich.

Wohin im Pinzgau für großen Radsport?

Der Pinzgau – eine außergewöhnlich schöne Radsportregion. Die Einblicke in die atemberaubende Bergwelt zwischen Hohe Tauern und Steinberge brennt sich in jedes Gedächtnis. ​Doch, wohin am besten mit welchem Sportgerät? Genussradler und jene, die es im Tal gemütlich angehen wollen, freuen sich auf den ​Tauernradweg.​ Eigentlich erstreckt er sich ja von Krimml bis Passau. Für uns Pinzgauer ist vor allem die Strecke zwischen Zell am See, Bruck, Kaprun und Krimml interessant. Wer morgens mit der Pinzgaubahn nach Krimml reist, freut sich auf eine wunderschöne Radtour zurück in Richtung Zell am See.

Genussradln schön und gut, aber der Pinzgau kann auch viel sportlicher. Beim Ironman 70.3 kann man beobachten, was kontinuierliches Training und eiserne Disziplin bringen

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. Als Rennradstrecke setzen die Veranstalter jedes Jahr auf eine besonders schöne Runde. Ich weiß nicht, ob die Ironmen & -women die Bergpanoramen zwischen Maria Alm und Dienten zu schätzen wissen. Wenn ich über ​Filzen- und ​Dientnersattel unterwegs bin, habe ich keinen Zeitdruck und genieße jede Minute. Die Tour hat es aber in sich. Ein wenig Training davor kann nicht schaden.

Bin ich auf Stollenreifen unterwegs, dann interessieren mich die Biketouren und Trails der Region. Eine Vielzahl ausgedehnter und beschilderter Mountainbike-Touren durchziehen unsere Heimat. Auf der ​Hundsteintour kann man sich entscheiden, bis ganz hinauf zum Gipfel oder doch lieber mit mäßiger Steigung in Talnähe unterwegs. Steht mir der Kopf nach Adrenalin und Trail-Action, dann zieht es mich in den ​Bikepark Leogang,​ nach Saalbach Hinterglemm, zur Wildkogelarena oder auf das Kitzsteinhorn. Immer mehr bekannte Wintersportregionen setzen im Sommer auf Mountainbiken. Die Infrastruktur ist vorhanden, viele Hotels springen auf den Zug auf und die touristische Nachfrage steigt stetig.

Was wurde aus der Wegefreiheit für Mountainbiker?

Im Sommer 2015 startete eine hitzige Debatte über Mountainbike-Routen, Fahrverbote und Wegefreiheit in Österreichs Bergen. Italien und die Schweiz machen es vor, was in Österreich bislang nicht möglich war. Dort ist das Mountainbiken auf Wegen, bis auf explizite Ausnahmen, grundsätzlich erlaubt. Österreich geht von einem generellen Verbot aus, es sei denn der zugrundeliegende Weg ist explizit zum Befahren freigegeben. Aus touristischer Sicht scheint das Bild oft ein wenig trügerisch. Viele Tourismusregionen umwerben die immer größer werdende, motivierte und zahlungswillige ​Mountainbike-Zielgruppe und locken mit Angeboten. Diese werden aber vor Ort nicht immer so wahrgenommen, wie in der Tourismuswerbung versprochen. Konflikte, Drohungen, ja sogar Anzeigen sind keine Seltenheit mehr.

2015 hat eine Gruppe von Aktivisten begonnen, die Situation zu hinterfragen und eine Änderung der Gesetzeslage zu fordern
. Sie befürchten negative Auswirkungen auf den österreichischen Sommertourismus, da große Teile der Mountainbike-Zielgruppe die Schweiz und Italien bevorzugen. Natürlich keine wünschenswerte Entwicklung in einem Land, das wie geschaffen ist zum Mountainbiken und Radfahren. Soweit mir bekannt ist, waren die bisherigen Bestrebungen, das Gesetz in Österreich zu ändern, ohne Erfolg.

Ob nun mit oder ohne generelle Wegefreiheit in den Österreichischen Bergen. Im Pinzgau haben wir zum Glück einige Regionen, die das große ​Potenzial des Radsports erkannt haben. Ich habe meine Räder und Bikes schon fit für die Saison gemacht. Mich hält nichts mehr. ​Wie sieht es bei Ihnen aus? Sind Sie schon bereit für eine tolle Radsportsaison 2016?

Ich wünsche Ihnen einen guten Saisonstart und wir sehen uns im Sattel!


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