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Strahlende Zukunft?!



Dass elektromagnetische Strahlung potenziell krebserregend ist, stellte die WHO bereits im Jahr 2011 fest. Trotzdem wird sich die Strahlungsdichte in den kommenden Jahren drastisch erhöhen.
Ein Artikel von Natalie Zettl

Rund ein Drittel der Bevölkerung gibt an, vorhandene Strahlung spüren zu können. Neun bis zehn Prozent reagieren sensibel darauf – beispielsweise mit Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Schwindel oder Herzrasen.

Individuelle Auswirkungen 
Wohin kann man sich wenden, wenn man selbst zu den Betroffenen gehört, die durch Strahlung gesundheitlich beeinträchtigt sind? Viele Ärzte seien noch nicht genügend sensibilisiert, was dieses Thema angeht, erklärt Gerd Oberfeld von der Landessanitätsdirektion Salzburg. „Es gibt jedoch eine Selbsthilfegruppe Elektrosmog, in der sich Betroffene gegenseitig unterstützen.“ Um sich vor den Auswirkungen von Strahlung im eigenen Zuhause zu schützen, empfiehlt sich das Engagement eines Baubiologen: Er misst Störfelder in bestehenden Häusern oder auf Bauplätzen und schlägt gegebenenfalls sinnvolle Änderungen vor, um sich zu schützen. Im Idealfall geschieht diese Analyse bereits in der Planungsphase eines Bauprojekts – in der Praxis jedoch meist erst dann, wenn bereits gesundheitliche Probleme bestehen und die Betroffenen Störfelder als Ursache vermuten.

Foto: yingyaipumi - stock.adobe.com

Foto: yingyaipumi – stock.adobe.com

Neuheit 5G
Unter Verbrauchern und Experten gleichermaßen umstritten ist der Ausbau des 5G-Netzes, der hochfrequente elektromagnetische Felder nutzt und der in Österreich gerade vorangetrieben wird. Mit 5G sollen große Datenmengen in Echtzeit und mit einer hohen Geschwindigkeit übertragen werden können. Letztendlich sollen verschiedene Geräte miteinander kommunizieren können – Maschinen, Anlagen, Logistik und Produkte sollen direkt miteinander kooperieren, was das „Internet der Dinge“ weiter vorantreibt. Einige Beispiele: das Haus, das sich automatisch absperrt, wenn der letzte Bewohner hinausgeht. Der Kühlschrank, der eine Nachricht aufs Handy schickt, wenn die Milchpackung leer ist. Oder das E-Mail-Programm, das Anhänge automatisch an den Drucker sendet. Der Preis, den wir dafür zahlen müssen: eine wesentlich höhere Strahlungsdichte, als wir es bisher gewöhnt sind.

Foto: Jürgen Reiter

Foto: Jürgen Reiter

In der Kontroverse
Durch den flächendeckenden Ausbau des 5G-Netzes erhält die Strahlungsdebatte eine neue Komponente. Was 5G-Gegner kritisieren: „Bisher war es immer möglich, bis zu einem gewissen Maß selbst die Strahlung zu regulieren“, erklärt der Salzburger Baubiologe Jürgen Reiter. „Beispielsweise konnte man sein Handy und das WLAN über Nacht abschalten, sich zum Sendemasten hin abschirmen etc., um die Strahlenbelastung drastisch zu reduzieren. Mit 5G aber hat man diese individuelle Wahlmöglichkeit verloren.“ Denn aufgrund der zahlreichen Sendeanlagen kommen 5G-Strahlen aus allen Richtungen in vielfach höherer Leistung – und durch ihre immer höheren Frequenzen werden ihre Wellen immer kleiner, sodass sie Wände leichter durchdringen können. In der Diskussion um 5G prallen Überzeugungen aufeinander: Während viele davon überzeugt sind, dass die vermehrte Strahlung bedenklich für die Gesundheit ist, sehen andere dies als bloßen Nocebo-Effekt (also das Auftreten von Symptomen, das nur deshalb erfolgt, weil man weiß, dass Symptome auftreten können). Es gab in den letzten Jahrzehnten mehrere Studien, die Hinweise darauf lieferten, dass durch nicht-ionisierende Strahlung sogar die menschliche DNA aufgebrochen werden kann – und dass sich ähnliche Auswirkungen auch bei Signalen aus dem Bereich des Mobilfunks zeigen. Zu den Folgen dieser DNA-Schädigung erklärt Jürgen Reiter: „Die DNA muss sich dadurch immer wieder selbst reparieren und ist anfällig für Fehler

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. Es erscheint logisch, dass dadurch entartete Zellen wie beispielsweise Krebszellen entstehen können.“

Vom Scheitern der Information
Frequenzbetreiber und Netzanbieter argumentieren, dass die Strahlung, die durch 5G verursacht wird, unter den gesetzlichen Grenzwerten liegt. Doch hier sieht Jürgen Reiter ein Problem: „Man muss sich überlegen, woher diese Grenzwerte kommen, welche Faktoren sie berücksichtigen – und welche nicht. Wer legt sie überhaupt fest?“ Verantwortlich für die Grenzwerte ist die International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection, kurz ICNIRP. Kritiker verweisen darauf, dass die ICNIRP zahlreiche neuere Forschungsergebnisse nicht berücksichtigt, die Grenzwerte also veraltet sind. Bei einer Studie an Zuchtschweinen entdeckten Klaus Buchner, Horst Eger und Josef Hopper vermehrte Missbildungen an den Tieren schon bei 1.200 µW/m²*, während 5G mit einem vielfachen der Strahlungsdichten operiert. Jürgen Reiter setzt sich in der Debatte um 5G auch verstärkt mit der Politik auseinander – hat jedoch den Eindruck, dass das Gesundheitsrisiko wenig ernst genommen wird.
Jürgen Reiters Vermutung: „Die Politik möchte einen möglichst schnellen Ausbau des 5G-Netzes vorantreiben – schließlich hat man in diesen Wirtschaftssektor viel investiert.“ Schnelligkeit scheint dabei das Stichwort zu sein, denn ein Umdenken seitens der Bevölkerung dürfte nur eine Frage der Zeit sein, so Reiter. „Und das könnte das Projekt 5G gefährden, solange es noch in den Kinderschuhen steckt.“

Wege aus dem Dilemma
Gäbe es eine gesundheitlich unbedenklichere Umgangsweise mit 5G? Jürgen Reiter bejaht das: „Zunächst einmal müssten die Verantwortlichen sich auf aktuelle wissenschaftliche Studien konzentrieren – und dabei wirklich alle Faktoren miteinzubeziehen. Dann müsste man den Ausbau von 5G erst einmal stoppen und Alternativmöglichkeiten, wie Glasfaser oder Lichtwellen, besser nutzen bzw. die Strahlungsbelastung minimieren.“ Beispielsweise wäre die Zusammenfassung aller Frequenzen auf einen einzigen Mobilfunkanbieter denkbar: So wäre statt vieler Sendeanlagen in einem Bereich nur eine einzige notwendig. Ob Politik und Wirtschaft früher oder später für solch nachhaltige Lösungen offen sind? Zeit und Erfahrungswerte werden es zeigen.

Foto: elenabs - istockphoto.com

Foto: elenabs – istockphoto.com

Strahlungsminimiertes Wohnen
Entschließt man sich dazu, das eigene Zuhause vor übermäßiger Strahlung zu schützen, gibt es mehrere Erfolg versprechende Maßnahmen: Den wohl besten Schutz bietet eine massive Bauweise. Bei einem Neubau sollte man also eher auf Beton in Kombination mit einem Kupferdach setzen statt auf Holz oder Ziegel. Spezielle Wandfarben, Tapeten oder Vorhänge schützen vor Strahlung in bestimmten Bereichen. „Abschirmfarbe ist vor allem für das Schlafzimmer sinnvoll“, erklärt Jürgen Reiter. „Immerhin verbringt man im Idealfall bis zu acht Stunden täglich dort.“
Strahlungssensitive Menschen können zu zusätzlichen Maßnahmen greifen: Zum Beispiel führt ein Strahlenschutz-Baldachin über dem Bett zu einem strahlungsfreien Schlafplatz. Die Baldachine erinnern optisch an ein etwas dickeres Moskitonetz und können verschiedene Bettgrößen umspannen – für Menschen, die durch elektromagnetische Strahlung gesundheitliche Probleme haben, eine relativ kostengünstige Maßnahme.

Foto: peterhowell peterhowell

Foto: peterhowell peterhowell

Erdstrahlen und Wasseradern
Neben elektromagnetischen Strahlungen existieren noch zahlreiche andere Störfelder – beispielsweise sogenannte Erdstrahlen. Viktor Heitzmann, Experte für Kinesiologie und Rutengänger, erklärt das Phänomen: „Erdstrahlen durchziehen gitternetzförmig die ganze Erde

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. Dazu kommen gegebenenfalls noch Wasseradern. So kommt es, dass die Mehrzahl aller Menschen in der Nacht auf belasteten Plätzen liegt. Dadurch wird der Körper permanent gestört und kann sich nicht ausreichend regenerieren. Er verliert nach und nach Energie.“
Die einfachste Maßnahme gegen diesen Energieverlust ist, in solchen Fällen das Bett zu verrücken – im besten Fall, nachdem ein professioneller Rutengänger den Raum ausgemessen hat. Denn: „Ein störungsarmer Schlafplatz erhält die Gesundheit – oder unterstützt die Heilung einer Krankheit, mit der sich der Patient oft bereits abgefunden hat.“

Gebietsweise Belastung durch Radon
In manchen Gebieten innerhalb Österreichs bedarf auch eine andere Art von „natürlicher“ Strahlung besonderer Aufmerksamkeit: Vor allem in Oberösterreich ist das Edelgas Radon ein Faktor, der zu gesundheitlichen Problemen führen kann. In der Tat gilt Radon als zweithäufigster Verursacher von Lungenkrebs: Man schätzt, dass ca. zehn Prozent aller Lungenkrebsfälle auf das Edelgas zurückzuführen sind. Zum Vergleich: Rauchen schlägt auf diesem Gebiet mit achtzig bis neunzig Prozent zu Buche. Radon ist ein radioaktives Zerfallsprodukt, das die Gesteinsschichten durchdringt und somit aus dem Boden in Keller und Fundamente gelangt. So dringt das Edelgas in Wohnräume ein, wird eingeatmet und verbleibt in der Lunge, wo es großen Schaden anrichten kann. Um festzustellen, ob man sich in einem Radon-Gebiet befindet, kann man sogenannte Radon-Karten zu Rate ziehen – und gegebenenfalls eine kostenlose Messung durchführen lassen** (* umwelt·medizin·gesellschaft, 27, 3/2014; ** siehe: www.land-oberoesterreich.gv.at/radon.htm)

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elektro-spektrum

Wohin bei Strahlenbelastung im eigenen Heim? 

Baubiologische Messungen
Auf der Website des Landes Salzburg finden Sie Experten für baubiologische Messungen in den verschiedenen Regionen:
www.salzburg.gv.at/themen/gesundheit/gesundheit-vorsorge/umweltmedizin/elektrosmog/elektrosmog-adressen
Beispielsweise: Baubiologisches Gesundheitszentrum Salzburg: www.derbaubiologe.at

Selbsthilfegruppe Elektrosmog
Für nähere Informationen zur Selbsthilfegruppe Elektrosmog:
arbeitskreis-elektrosmog@gmx.at
Peter Müller, Tel. +43 (0) 62 74 / 78 066
Daniela Pichler, Tel. +43 (0) 62 24 / 21 510



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